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D Autorenlesung Welsh
15.06.2008 17.50 Uhr


"Lass dir nicht einreden, dass du weniger wert bist als andere, egal, wer die anderen sind."

Am 9. und 10. Juni besuchte die renommierte Jugendbuchautorin Renate Welsh unsere Schule. 

Am Montag bot die Schriftstellerin ein "Werkstattgespräch" für alle Schüler, Eltern und Lehrer an. Dabei schloss sich an einen sehr  interessanten Vortrag über Renate Welshs Leben und Werk und ihre Auffassung von Literatur ein äußerst lebendiges Gespräch mit der Jugendliteraturpreisträgerin an, bei dem die Fragen von Jung und Alt eingehend beantwortet wurden. Zum Abschluss las die Autorin die Geschichte "Rotschädlerte Hex" vor, in der sie mit einem Augenzwinkern erzählt, wie sie schon in frühester Jugend zum Schreiben kam. Danach signierte sie ausgiebig Autogrammkarten und mitgebrachte Bücher.

Leider war diese Veranstaltung (wegen Sturmwarnung, Fußball-EM und diverser anderer Gründe) nicht gerade gut gesucht. Alle Anwesenden waren sich jedoch einig: Wer nicht gekommen war, hatte wirklich etwas verpasst, ein Treffen mit den Gedanken, Worten und (nicht zuleletzt) der Person einer der bekanntesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren und einer beeindruckenden Personlichkeit. Damit die Verhinderten aber nicht dumm sterben müssen, können an dieser Stelle die Begrüßungsrede, die lange Version des Vortrags und die Geschichte "Rotschädlerte Hex" nachgelesen werden. Das Erlebnis des Werkstattgesprächs lässt sich leider nicht nachliefern.

Am Dienstag las Renate Welsh dann vor den fünften und zwei sechsten Klassen aus ihren Büchern vor, die die Schüler teilweise im Unterricht gelesen hatten. Sie beantwortete geduldig Fragen zu ihren Werken und ihrem Leben als Schriftstellerin, die den Schülern unter den Nägeln brannten. Die Erzählungen über die eigene Kindheit beeindruckten die Zuhörer, weil die Lebenswirklichkeit der heutigen Kinder doch so ganz anders ist, als es die der Autorin war. Als Highlight trug Frau Welsh auch eine Passage auch dem noch unveröffentlichten Buch "... und raus bist du" vor, in dem die Literatin wieder ein brennendes Thema, die Abschiebung von Asylanten, aufnimmt. Am Schluss der Lesung freuten sich die Unterstufenschüler über Autogramme der Autorin und diese freute sich über das große Interesse der Schüler. "Ein Schüler wollte einfach kurz meine Hand halten", erzählte sie später gerührt.

Mit der Autorenlesung wurde den Fünft- und Sechstklässlern eine der bedeutendsten Jugendbuchautorinnen der letzten 30 Jahre im wahrsten Sinne des Wortes "nahe" gebracht. Sicherlich werden einige Schüler bald eines ihrer äußerst wertvollen Bücher in die Hand nehmen. Deswegen hat sich die Veranstaltungen mit Sicherheit "bezahlt" gemacht.

pfef 

 


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