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Mu/Spo Frühjahrskonzert
12.04.2008 16.56 Uhr


Singende Nonnen, tanzende Einräder

Kronberg-Gymnasium: Beim Frühjahrskonzert in Mainaschaff mit Musik und Akrobatik beeindruckt
Ein letztes Stimmen des Instruments, ein kurzes Durchblättern der Noten, ein aufgeregter Blick ins Publikum: Das monatelange Proben hat sich gelohnt. Beim Frühjahrskonzert am Donnerstagabend stellten die Schüler des Kronberg-Gymnasiums in der Mainaschaffer Maintalhalle eindrucksvoll ihr musikalisches Talent und ihre Lernfortschritte unter Beweis.

Ob als Mitglied des Chors, des Orchesters, der Big Band oder der Gitarrengruppe - mit Auszügen aus einem Kammerkonzert aus dem 18. Jahrhundert von Domenico Cimarosa bis hin zum ABBA-Hit "Dancing Queen" spannten die Gymnasiasten einen weiten Bogen durch die klassische und moderne Musikgeschichte. Für gute Stimmung sorgte der Chor mit dem bekannten südafrikanischen Tanzlied "Pata Pata".

Bunte Tücher, flinke Hände

Die Big Band erntete bei "Good Times" Zwischenapplaus für die Soli von Posaune und Trompete. Gefühlvolle Melodien, die sie mit Lehrer Georg Dill einstudiert hatten, entlockten die vier Schüler des Gitarrenensembles ihren Zupfinstrumenten - mit viel Fingerfertigkeit und in harmonischem Zusammenspiel.

Im Gewand einer Ordensschwester schwang Alexandra Will, Musiklehrerin und Leiterin des Orchesters, der Big Band und des Chor-Grundkurses, zum Gospelsong "I will follow him" die Hüften. Sie heizte den als Nonnen und Mönche verkleideten Sängern ebenso kräftig ein wie den mitklatschenden Zuschauern in der gefüllten Halle.

Die Gruppe der Bewegungskünstler unter Leitung von Sportlehrerin Maria Kolb zeigte bei Jonglage und Akrobatik auf dem Einrad, wie viel Konzentration für schwierige Kunststücke nötig ist. Zur Musik von "Rondo Veneziano" formierten sich die mit ihren Einrädern tanzenden Mädchen zu einem Kreis, einem Stern. Bunte Tücher wirbelten durch die Luft, gefolgt von leuchtenden Bällen und glitzernden Keulen, bevor flinke Hände sie auffingen.

"Käpt'n Blaubär" entführte mit einer phantasievollen Geschichte auf eine Weltreise, von den Schülerinnen mit Diabolo-Kunststücken vom Hochhaus bis zur Hängebrücke bebildert.

Wenn auch das eine oder andere kleine Missgeschick passierte, so stand an diesem gelungenen, abwechslungsreichen Abend vor allem der Spaß am Musizieren und Bewegen im Vordergrund.

Und das Kronberg-Gymnasium zeigte, dass sinnstiftender Schulunterricht weit über den klassischen Lehrplan hinausgeht.

Heike Otto (Main-Echo vom 12.04.08)


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