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Theatertage 2019
25.08.2020 08.55 Uhr


Unterhaltsames Ermittlungschaos – Traumbilder – Eine Reise in die Märchenwelt von 1001 Nacht

Wie jedes Jahr im Juli tummelten sich ca. 70 Schülerinnen und Schüler auf den „Brettern, die die Welt bedeuten.“ Die Schultheater – Gruppe zeigte die Krimikomödie „Oha, eine Leiche“ von Peter Förster. Eine herrenlose Leiche – handgenäht und mit vielzähligen geschredderten „aussortierten“ Hefteinträgen und ähnlichem von den Schülerinnen und Schülern gefüllt – sorgt für Aufregung. Mit im Spiel sind ein etwas verrückter Schmetterlingsforscher, ein Ganovenpaar, Angestellte einer Pension, eine mysteriöse Lady, berühmte Ermittler wie Sherlock Holmes, Dr. Watson, Miss Marple und Hercule Poiret, die alle die Herkunft der Leiche klären wollen. Unterhaltsames und komödiantisches Chaos waren vorprogrammiert. Ganz lieben Dank für diese gelungene Inszenierung an die Leiterin der diesjährigen Produktion Frau Susanne Burkhart, die das KGA leider verlassen hat. Nochmals wünschen wir alles Gute für Ihren weiteren Lebensweg.

„Ein Bühnen-Spektakel“ – so lautet der Untertitel des Stücks „Lippels Traum“ nach der Buchvorlage  von Paul Maar. Ein Spektakel zwischen Traum und Wirklichkeit, Morgenland und Abendland brachte die Theaterklasse 6 mit Unterstützung der Bewegungskünstler im Sommer auf die inzwischen etwas altersschwache Bühne. Eingeleitet wurde die beeindruckende Abschlussproduktion mit „Traumbildern“ der Thekla 5. Die Spieler ließen ihren Fantasien freien Lauf: sie trieben Unfug, waren ungehorsam, wollten auch mal König oder Königin sein, streckten und reckten sich, brüllten und stampften mit den Füßen, um zu zeigen, dass auch Kleine ganz schön groß und mächtig sein können bzw. sein wollen. Trotz aller Sehnsucht nach Stärke, siegte letztendlich der Wunsch nach Geborgenheit. Obwohl sich alle über diese erste Bühnenarbeit freuten, kullerten ein paar Tränchen, da Frau Johanna Guhling bereits zum Zeitpunkt der Aufführung auf gepackten Koffern nach Kuala Lumpur saß, wo Sie in den nächsten zwei Jahren als Auslandslehrkraft an einer deutschen Schule arbeiten wird. Das wird sicherlich eine ganz aufregende Zeit. Dennoch freuen wir uns schon jetzt auf Ihre Rückkehr ans KGA – bis dahin alles Liebe!

Etwas spektakulär liefen bereits die Proben der Thekla 6 ab, welche in den Proberäumen des Dalbergs stattfanden, da unser eigener Raum aufgrund der Umbaumaßnahmen nicht nutzbar war: Ein herzliches Dankeschön also noch einmal an unsere Nachbarschule! Auch mussten aus den vorgesehenen 18 Rollen knapp 40 werden: Räuberbanden wurden aufgestockt, das Personal des Sultans erweitert, Klassen- und Marktszenen eingebaut. Bei Letzterer hatten auch die Einradfahrer und Jonglage-Künstler ihren Einsatz:  Um das Geld für eine Übernachtung zu verdienen, führen Lippel und seine neuen Freunde Hamide und Asslam auf dem Basar Zauberkunststücke vor. Es folgt eine Verfolgungsjagd durch enge Gassen. Zur Inszenierung dieser Szene lieferte ein Workshop zu dem Stück „Us and them“ die zündende Idee: Verfolger und Verfolgte steigen in Zeitlupe durch kreuz und quer gespannte Schnüre….und die Kinder entkommen. Leider nur für kurze Zeit, denn schließlich wandern sie in Gefangenschaft durch die Wüste und geraten in einen Sandsturm. Wie bekommt man den bloß auf die Bühne? Eine Nähmaschine und einige Bahnen Vorhangstoff sowie Percussions-Instrumente schaffen schließlich die Illusion sich bewegender Dünen, die die Gefangenen verschlucken und vor den Soldaten des Sultans retten. Gerettet werden die Kinder schließlich auch vor der stets übellaunigen, ewig putzenden Frau Jakob – oder ist es vielleicht doch die böse, machtgierige Tante am Hof des Sultans? Am Ende des Stücks ist das Verwirrspiel kaum noch aufzulösen: Traumwelt und Realität verwischen und sind logisch nicht immer trennbar. Asslam oder Arslam?  – eine Herausforderung für alle, die Text zu lernen hatten. Natürlich geht am Ende alles gut aus…natürlich auch für alle Theaterschaffenden am KGA. Denn auch wenn wir dieses Schuljahr leider keine Möglichkeit haben, eine Produktion aufzuführen, so freuen wir uns doch auf die nächste Spielzeit - vielleicht schon auf einer neuen Bühne!

Wir danken noch einmal herzlichst: Natürlich allen Darstellern/innen, dem Technik-Team, den Bewegungskünstlern/innen und allen Theaterschaffenden am KGA! Darüber hinaus den Teilnehmern des Oberstufenkurses „Theater und Film“, die uns beim Schminken und in vielen anderen Bereichen unermüdlich unterstützen und selbst so viel Freude am Theaterspiel hatten, dass sie ihre eigene Produktion „Das kalte Herz“, die sie bereits im April im JUKUZ zeigten, nochmals auf der Schulbühne präsentierten. Kurzerhand hat die Truppe selbstständig neue Spieler organisiert, da manche des Ensembles bereits das Abitur in der Tasche hatten und in der Welt unterwegs waren. Da bleibt nur zu sagen: Bemerkenswert und Danke!

 

Franziska Simons & Ute Massow im Namen aller Theaterschaffenden


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