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1501 Briefe für Menschenrechte
03.01.2020 12.29 Uhr


Bereits zum dritten Mal fand am Kronberg-Gymnasium der Briefmarathon von Amnesty International statt. Dieses Jahr hatte die Klasse 7a die Verantwortung für die Veranstaltung des Briefmarathons übernommen und mit sehr viel Herzblut und Engagement dafür gesorgt, dass am Ende sagenhafte 1501 Briefe in den gelben Briefkästen gelandet waren. Sie hatten zwischen dem 27.11. und dem 6.12. den Stand in der Pausenhalle betreut und sogar am Abend des Elternsprechtags vier Stunden lang Eltern über diese Fälle informiert und viele Briefe unterschreiben lassen.

Die Schüler sammelten für fünf verschiedene Fälle Briefe.

In jedem einzelnen dieser fünf Fälle wurden die Menschenrechte gravierend verletzt.

Eine junge Frau im Iran wurde verhaftet, weil sie durch Verteilen von Blumen auf die schwierige Situation für Frauen aufmerksam machte. Ein 15-Jähriger im Sudan wurde zum Tode verurteilt. Ihm wurde im Prozess kein Rechtsbeistand zugebilligt. Zwei junge Griechen setzen sich für Geflüchtete ein und erfuhren deswegen Repressalien. Eine junge Kolumbianerin engagierte sich für den Klimaschutz und wurde verfolgt. Ein junger Mann aus Minsk wurde ohne Prozess verhaftet und konnte sein Studium deswegen nicht antreten.

5,9 Millionen Briefe wurden 2018 im Rahmen des Amnesty International Briefmarathons weltweit geschrieben. Sie waren an Regierungen und Machthaber adressiert, unter deren Verantwortung Menschenrechtsverletzungen stattfanden und -finden. Amnesty International konnte damit die Aufmerksamkeit auf diese Fälle lenken und dafür sorgen, dass Verfolgungen aufhören, Inhaftierte entlassen werden.

Die Schulgemeinschaft des Kronberg-Gymnasiums hat mit 1501 Briefen ihre Solidarität mit den zu Unrecht Verfolgten gezeigt und ein beeindruckendes Zeichen für Menschenrechte gesetzt.


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