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Eth Besuch einer Moschee 2018
01.05.2018 20.17 Uhr


„Die Moschee ist ein Ort des gemeinschaftlichen islamischen Gebets und das Zentrum der Gemeinde“

Diese Antwort erhielten die Schüler auf ihre erste Frage, was denn der Begriff ‚Moschee’ bedeute, als sie die Kocatepe Camii-Moschee in der Hanauer Straße besuchten. Im Rahmen einer fach- und klassenübergreifenden Exkursion wurden die Schüler und Schülerinnen des katholischen Religionsunterrichtes und des Fachs Ethik der 7. Jahrgangsstufe von einer islamischen Theologin begrüßt und über viel Wissenswertes informiert. So erfuhren sie unter anderem, wie kompliziert islamische Gebet ablaufen, als sich ein muslimischer Schüler spontan dazu bereit erklärte, die Gebetshaltungen einschließlich der Waschung vorzuführen. Neu war auch, dass im Islam eine klare Trennung zwischen spirituellem und weltlichem Bereich besteht. So kann nichts Weltliches sakrale Bedeutung haben, anders als im Christentum. Spürbar war das auch daran, dass in der Moschee eine ganz andere Atmosphäre herrschte als in einer christlichen Kirche, was die islamische Religionslehrerin mit dem Beispiel veranschaulichte, dass die Kinder in der Moschee nach dem Gebet oft Fußball spielen würden und das niemanden störe. Die Schülerinnen und Schüler des KGA konnten sich danach noch frei in der Moschee bewegen und persönliche Fragen stellen. Viele bestiegen probeweise die Predigtkanzel - Minbar genannt - um die Perspektive des predigenden Imams nachvollziehen zu können. Andere untersuchten die kunstvoll verzierte Mihrab, die nach Süd-Osten ausgerichtete Gebetsnische des Vorbeters. Auch die Gebetsketten, welche die islamische Religionslehrerin in ihrer Funktion mit dem katholischen Rosenkranz verglich, gingen von Hand zu Hand - das war Unterricht zum Anfassen. Abschließend wurden wir herzlich eingeladen, freitags auch einmal an einem gemeinsamen Gebet teilzunehmen, da die Moschee jedem offen stehe. Man müsse jedoch rechtzeitig vor Ort sein, da die nach Mekka ausgerichteten Gebetsplätze alle sehr schnell belegt seien.
T. Reusch, L. Menstell


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