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G Historische Exkursion nach Erfurt, Weimar und Point Alpha
26.02.2018 20.52 Uhr


Am Mittwoch, dem 17.01.2018, brach um 8:30 Uhr ein Reisebus voller gut gelaunter, erwartungsvoller SchülerInnen und LehrerInnen vom Parkplatz des Kronberg-Gymnasiums auf – der Beginn einer unvergesslichen historischen Exkursion nach Erfurt, Buchenwald und Point Alpha, drei Orte, die eine lange Geschichte mit sich tragen.

In Erfurt angekommen blieb uns allen ein wenig Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und ein Mittagessen zu genießen. Wenig später durften wir an einer lehrreichen Führung zum Thema Juden in Erfurt teilhaben – wir besichtigten unter anderem eine wiederaufgebaute Synagoge, eine alte Mikwe („Waschraum“ einer Synagoge) an der Gera und die Krämerbrücke.

Nachdem wir den Erfurter Dom besichtigt hatten, ging es am späten Nachmittag weiter nach Weimar in die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte, um unsere Zimmer zu beziehen und einen gemeinsamen Filmabend zu gestalten.

Am nächsten Morgen wurden wir von einer eisigen Kälte überrascht, was unserer Stimmung wohl ähnelte – denn eine Besichtigung der KZ–Gedenkstätte Buchenwald auf dem Ettersberg stand auf dem Plan und wir betraten teils nachdenklich, teils neugierig das Gelände. Nach einer kurzen Filmvorführung über die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers waren wir anhand von Zeitzeugenaussagen über die grausamen Lebensumstände im Lager informiert und begannen mit einer Führung über das Gelände – kaum einer hatte mit einer solchen Größe gerechnet. Wir haben viel Schockierendes gehört und gesehen, durften den Wind und die Kälte am eigenen Leib erfahren und erhielten eine vage Vorstellung des Lebens in einem Konzentrationslager. Im Anschluss an die Führung durften wir ein Museum voller teils persönlicher Gegenstände der Häftlinge, Fotos und handschriftlichen Aufzeichnungen eigenständig erkunden.

Am Abend versammelten wir uns alle im Weimarer Atrium und ließen den Tag mit einem entspannten und amüsanten Bowlingabend ausklingen.

Am Morgen stand auch schon wieder die Abreise auf dem Plan, allerdings nicht, ohne einen Stopp an der ehemaligen Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik einzulegen. Wir erfuhren sehr viel über die damaligen Lebensumstände, das Fulda-Gap, die Bewachung und die Sicherung der Grenze. Zu guter Letzt durften wir auch noch einen ehemaligen Wachturm, Fahrzeuge und ein Museum mit Gegenständen, die ehemals am Wachturm genutzt wurden, besichtigen und sogar in der ehemaligen Kantine der amerikanischen Soldaten zu Mittag essen, bevor wir am Nachmittag wieder zurück in Aschaffenburg ankamen.

Doch dieses unvergessliche Erlebnis wäre nie ohne vier geduldige, freundliche und einzigartige Lehrer möglich gewesen – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Herrn Mayer, Herrn Müller, Frau Spiller und Frau Gotzig.


Franziska Beisler, 9b


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