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Schüleraustausch mit Rybnik in Polen 2017
26.04.2017 17.49 Uhr


Am Samstag, dem 1. April, um 21 Uhr fuhr unser Bus in Aschaffenburg los: Unser Ziel war Rybnik, eine Stadt in Oberschleßien, wo sich unsere Partnerschule befindet. Wir sind die ganze Nacht hindurch gefahren und um 9 Uhr am Sonntag in Rybnik angekommen. Wir waren alle ziemlich müde nach der Busfahrt und waren deshalb froh, erst einmal zu unseren Gastfamilien gehen zu können, die uns sehr nett an der Schule in Rybnik in Empfang genommen hatten. Nachdem wir zu Mittag in unseren Gastfamilien gegessen hatten, trafen wir uns wieder im Stadtzentrum, um von den polnischen Schülern durch Rybnik geführt zu werden. Danach sind wir Bowlen gegangen, wo wir uns besser kennenlernen konnten.

Am Montag haben wir die polnische Schule bei einem Rundgang näher kennengelernt. Die Schule ist ein technisches Gymnasium. Die Schüler können gleichzeitig ihr Abitur machen und einen technischen Beruf erlernen. Danach fuhren wir zusammen zu der Gedenkstätte Auschwitz, wo wir über das Gelände des Stammlagers und das von Birkenau geführt wurden. Wir haben viel über die katastrophalen Lagerbedingungen und das "Leben" im Konzentrationslager erfahren: Man konnte z. B. einen riesigen Stapel der abgeschnittenen Haare und der den Häftlingen abgenommenen Schuhe sehen. Es gab auch Fotos von denjenigen, die überlebt hatten. Es hat uns alle sehr mitgenommen, all das zu hören und zu sehen, aber es war eine sehr wichtige Erfahrung.

Am Dienstag haben wir einen Ausflug nach Krakau unternommen. Die drei Schwerpunkte Krakaus waren die Universität, der Marktplatz und der Wavel, Krakaus berühmte Burg. Während einer dreistündigen Führung haben wir von der beeindruckenden Stadtgeschichte Krakaus erfahren, vom Anfang der Universität im Jahre 1364 bis zur jüdischen Geschichte im Viertel "Kasimierz". Der Marktplatz ist zudem der größte Polens. Nach der Führung haben wir gemeinsam zu Mittag gegessen und danach hatten wir Freizeit.

Am Mittwoch besuchten wir das berühmte Salzbergwerk in Wieliczka, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Das Salzbergwerk ist riesig. Es ist sehr bekannt für seine in den Fels geschlagenen Kapellen. Das Salzbergwerk wird nicht mehr genutzt, aber es ist ein Museum mit der Geschichte des Bergwerks und der Kunst aus Salz. Nachdem wir durch die Tunnel des Bergwerks gelaufen waren, hatten wir Freizeit. Aber die polnischen Schüler hatten eine bessere Idee: In Kattowitz gibt es eine sogenannte "Jump City", wo der Boden aus Trampolinen besteht. Also sind wir alle gemeinsam dorthin gefahren. Wir haben unseren Zug fast verpasst, aber wir haben es gerade noch geschafft. Die "Jump City" war wirklich cool. Eine Stunde lang sind wir gesprungen und haben Saltos gemacht. Am Schluss waren wir durchgeschwitzt, aber es war ein toller Nachmittag.

Am Donnerstag besichtigten wir morgens das Brauereimuseum in Żywiec. Dort lernten wir die Geschichte dieses sehr bekannten polnischen Bieres kennen und haben in einem Restaurant neben dem Museum zu Mittag gegessen. Danach sind wir mit dem Bus nach Kattowitz gefahren und wurden dort durch ein Passivhaus geführt. Bei einem Passivhaus wird versucht, möglichst wenig Energie zu verschwenden, deswegen wird zum Beispiel die Luft gefiltert und wiederverwendet. Nach der Führung sollten wir zusammen mit den Polen die Vor- und Nachteile eines solchen Passivhauses aufschreiben und einen Werbeslogan erfinden. In Rybnik hatten wir dann Freizeit, die wir mit den Gastfamilien verbrachten.

Am Freitag sind wir weiter nach Breslau gefahren. Nach dem Einchecken im Hotel hatten wir eine Führung und konnten die schöne Altstadt mit den vielen Kirchen und dem großen Marktplatz sowie die kleinen Zwerge aus Metall, die überall in der Stadt verteilt sind, bewundern. In einem Restaurant gab es als Mittagessen "Piroggi", polnische Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen. Danach hatten wir den ganzen Nachmittag Zeit, die Stadt zu erkunden oder Shoppen zu gehen.

Am Samstag war bereits Abreisetag. Wir verabschiedeten uns von unseren Austauschpartnern und fuhren zurück nach Aschaffenburg, wo wir von unseren Familien empfangen wurden.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Frau Leipold und Herrn Schaeben für die Organisation dieses Austausches, aber auch bei den beiden polnischen Lehrerinnen und unseren Gastfamilien für eine unvergessliche Woche in Polen.

Sylvia Lacher und Rebecca Reinhard, 10c


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