Religion

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Wer sind wir? Was ist unser Profil?

Was könnten Ihre Fragen in Bezug auf den Religionsunterricht sein?

 

Wer sind wir?

Den evangelischen Religionsunterricht hält Pfarrer Stefan Seitz. Den katholischen Religionsunterricht teilen sich OStR Tobias Jäger, OStRin Carolin Debes, OStR Dirk Horstmann und OStRin Christiane Freking, die zugleich auch Fachbetreuerin ist.

Wir verstehen uns in der Fachschaft Religion als Team, beraten einander und entwickeln unser Profil in ökumenischer Verbundenheit. Gottesdienste, schulische Meditationsangebote sowie zahlreiche Unterrichtsgänge und Projekte werden von uns gemeinsam geplant und durchgeführt.

 

Was ist unser Profil?

Im Unterricht beider Konfessionen wollen wir den Schülern/innen den christlichen Glauben, wie er in der Bibel bezeugt, in den Traditionen der Kirche überliefert und in der Gemeinde gelebt wird, nahe bringen. 

Der RU dient, so sagt es das Fachprofil des evangelischen RU, „ der Kommunikation der Schüler mit der christlichen Tradition in der gegenwärtigen Welt", oder, so im katholischen Fachprofil: „Der RU trägt zur Erschließung eines religiösen Zugangs zur Wirklichkeit und in diesem Horizont zur Erarbeitung tragfähiger Lebensperspektiven bei."

Natürlich setzt dabei jede Konfession eigene Schwerpunkte. Das ist wichtig, weil sich die Schülerinnen gerade mit ihrer eigenen theologischen Tradition, ihrer jeweiligen Kirche und Ortsgemeinde identifizieren bzw. auseinandersetzen sollen. In beiden Fächern werden sie darüber hinaus mit den Wurzeln der abendländischen Kultur vertraut gemacht.

Im evangelischen Religionsunterricht Schwerpunkte auf der reformatorischen Auslegungstradition der biblischen Botschaft. Die biblische Überlieferung mag da oder dort stärker in den Blick geraten als im katholischen RU. Dort gewinnen die eigenen kirchlichen Tradition und - in der Oberstufe - die Auseinandersetzung mit philosophischen Fragestellungen größeres Gewicht.

Detailliert informieren können Sie sich über das Fachprofil und die Inhalte des evangelischen und katholischen RU unter: ISB

 

Was könnten Ihre Fragen in Bezug auf den Religionsunterricht sein?

 

Warum gibt es konfessionsgebundenen Unterricht an staatlichen Schulen?

Der konfessionelle Religionsunterricht ist in der Verfassung des Freistaates Bayern verankert und wird von dafür autorisierten und staatlich anerkannten und kirchlich beauftragten Lehrkräften durchgeführt.

 

Ist ein Wechsel in den Unterricht der anderen Konfession möglich?

Ein Wechsel in den Religionsunterricht der anderen Konfession ist grundsätzlich nicht gewünscht. Jedoch kann dieser mit Begründung (etwa konfessionsgemischtes Elternhaus) über die Schulleitung beantragt werden. Für die Genehmigung ist zusätzliche die Zustimmung der jeweiligen Kirche (Ordinariat; Dekanat) notwendig, wird in der Regel aber gewährt.

Was somit verhindert werden soll, ist ein Hin- und Herwechseln in den RU der anderen Konfession aus vordergründigen Motiven.

 

Religions- oder Ethikunterricht?

Für alle Schüler/innen, die den konfessionellen Religionsunterricht nicht besuchen, ist das Fach Ethik verpflichtend. Wie der RU wird es wöchentlich zweistündig unterrichtet.

Wer einer anderen Kirche angehört (Orthodoxe Kirche, Freikirche o.a.m.) oder nicht getauft ist und damit offiziell kein Kirchenmitglied ist, kann selbstverständlich am Religionsunterricht einer der beiden Konfessionen teilnehmen. Mit der Entscheidung dafür am Beginn eines Schuljahres ist die Teilnahme am RU dann für das jeweilige Schuljahr bindend, auch im Blick auf die Notengebung.

Auch ein Wechsel in den Ethikunterricht ist grundsätzlich nur zum Beginn eines Schuljahres möglich und bedarf des Antrages bei der Schulleitung.

 

Welche Rolle spielt das Gebet?

Beten ist eine zentrale Ausdrucksform religiösen Daseins. Beten heißt Gespräch mit Gott, Dialog mit einem „Du", einem Gegenüber, das uns umfängt, begleitet und ausrichtet.

Ob eine Lehrkraft den Unterrichtsbeginn mit einem Gebet, einem offenen Morgenimpuls oder einer kurzen Stille einleitet, ist ihr überlassen, bzw. verantwortet diese mit dem eigenen Gewissen.

Der Religionsunterricht gibt insbesondere Raum für spirituelle Erfahrungen in Form des Betens, Singens oder einer kurzen meditativen Einstimmung in den Unterricht. Bisweilen bleibt auch Raum für einen Ortswechsel in unseren Meditationsraum zu einer Fantasiereise oder Meditationsübung.

Unter „Spiritualität"  finden Sie eine umfangreiche Sammlung von Gebeten, die wir für unsere Schule zusammengestellt haben (neben Gebeten finden Sie hier auch nicht christlich gebundene Texte und Kurzgeschichten).

 

 Ist Religionsunterricht nicht „Indoktrination"?

Der Religionsunterricht richtet sich grundsätzlich an alle getauften Schüler/innen! Als solche setzen wir ihr „Ja" zum christlichen Glauben und seiner jeweiligen konfessionellen Prägung voraus.

Als Unterrichtende werden wir damit unsere eigene Glaubensüberzeugung nicht verbergen müssen. Der RU will ja zu einem Leben aus Vertrauen in die Botschaft des christlichen Glaubens ermutigen.

Dabei aber verstehen wir uns als solche, die die Schüler/innen bei ihrer Sinnsuche und ihrem religiösen Fragen begleiten. Wir wollen ihnen helfen, religiös sprachfähig zu werden. Dazu gehört, dass wir den Schülerinnen eine fundierte und differenzierte Kenntnis des christlichen Glaubens und seiner Traditionen vermitteln. Nur so werden sie fähig, sich selbst umfassend und argumentativ mit dem christlichen Glauben und ihrer kirchlichen Tradition auseinander zu setzen.

Wir verstehen uns also als Begleiter, die den Schülerinnen „Orientierung" in ihrer religiösen Entwicklung anbieten, damit sie sich mit Glaube und Religion konstruktiv auseinandersetzen können und somit weder Glaubenssätzen noch Atheismen blind nachsprechen.

(So im Sinne des Fachprofils zum evangelischen RU: „Der Religionsunterricht fördert die Selbständigkeit der Schüler; er will sie hinführen zu einem vor Gott verantwortlichen achtsamen Umgang mit Mensch und Welt. Er bietet den Schülern im Rahmen der schulischen Möglichkeiten Lebenshilfe und Begleitung an").

 

Religion und Leistungserhebung, passt das zusammen?

„Der Religionsunterricht geschieht unter den Gegebenheiten und Bedingungen der Schule und wird von Kirche und Staat gemeinsam verantwortet", so formulieren es die jeweiligen Fachprofile.

Da Religion Vorrückungsfach ist, werden Leistungsnachweise auf der Grundlage schriftlicher wie mündlicher Leistungen erhoben (in der Regel in Form von  Stegreifarbeiten und einer mündliche Abfrage pro Halbjahr).

Der persönliche Glaube der Schüler/innen wird nicht bewertet. Kritische Anfragen an die christliche Religion sind im RU durchaus erwünscht, allerdings erwarten wir, dass sie begründet vorgebracht werden.


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