Modellbau

 

Gleich zwei Modellbahnanlagen auf einmal!

1. Die (bald historische) Spessartrampe zwischen Laufach und Heigenbrücken

Wir haben uns zu einem „freien" Nachbau entschlossen, der die Gegebenheiten möglichst so darstellen sollte, dass man die Örtlichkeiten gut wiedererkennen und die Gebäudereihung und den Strecken- und Straßenverlauf nachvollziehen kann.
Das erfordert bei den einzelnen Gebäuden, die aus ganz praktischen Gründen – die im Handel verfügbaren Bausätze sind nicht nach Laufacher Vorbildern gestaltet und wir sind keine Modellbau-Profis - keine originalgetreuen Nachbauten der Originale sein können.
Auch im Streckenverlauf musste es Kompromisse geben. Um für die Züge einen Rundkurs herzustellen, haben wir den „Anfang" in einen in Wirklichkeit nicht vorhandenen Tunnel (bei Frohnhofen) gelegt, durch den vom Bahnhof Laufach aus die Strecke über einen hinter der Anlage verdeckten Bereitstellungsbahnhof unter der Anlage hindurch zum anderen Ende der Strecke, dem Heigenbrücker Schwarzkopf-Tunnel führt. Aus dem Tunnel heraus folgt die gekürzte Gefällestrecke (im Original-H0-Maßstab 1:87 müsste sie 115m lang sein) zurück zum Laufacher Bahnhof.

2. Modulanlage (ohne Vorbild)

Bei unserer ersten „großen“ Anlage sind neben optischen Verbesserungen und Instandhaltungsarbeiten nur noch sehr selten größere Arbeiten notwendig. Um beim Bauen und Gestalten von Landschaften nicht aus der Übung zu kommen, haben wir eine zweite Eisenbahnanlage begonnen, die im Gegensatz zu fest montierten Spessartrampe aus mehreren Einzelbausteinen (sog. Modulen) besteht, was ein stetiges Anbauen und Variieren ermöglicht.
Unser hier gewähltes, übergeordnetes Thema lautet: „Nebenbahn“. Jedes einzelne Modul hat ein eigenes Thema, wie Endbahnhof, Dorf, Steinbruch, Campingplatz am See – und diese Modulanlage wird wegen der fast unendlichen Anbaumöglichkeiten – zum Glück - nie endgültig fertig werden.

Arbeitstechniken

Unsere Modellbauer arbeiten beim Warten und Ausbauen der beiden Anlagen unter Aufsicht mit verschiedensten Werkzeugen und Werkstoffen, wie Holz, Gips, Leim, Stoff, Papier, Spachtelmasse, Farben, um eine möglichst naturgetreue Darstellung zu erreichen. Da wir nicht alles als vorgefertigte Bausätze erwerben wollen und können, eröffnet das unseren Akteuren einen breiten Rahmen für Erfindungsreichtum und Detaillierung, um mit den begrenzten finanziellen Möglichkeiten einer selbst finanzierten Arbeitsgemeinschaft möglichst viel kreativ und möglichst realistisch gestalten zu können.
Mit kleinen Einstiegsmodellen werden unsere neuen Gruppenmitgliedern an die für sie meist neuen Arbeitstechniken und den langen Atem herangeführt, den man für den Modellbau benötigt. Ist aber der Blick fürs Detail erst einmal geweckt, entstehen teilweise wunderschöne Szenen.
Neben konzentriertem Arbeiten, Geduld und Durchhaltevermögen lernen die Mitglieder unsere Arbeitsgemeinschaft, wie wichtig es ist, einen Arbeitsplatz, den man sauber vorgefunden hat, auch wieder sauber und aufgeräumt zu verlassen und Werkzeug wieder ggf. gereinigt an seinen Platz zurückzubringen, damit man es später wieder ohne langes Suchen zur Hand hat. Denn in einem sauberen und ordentlichen Umfeld macht das Spielen mit der Modelleisenbahn – das nicht zu kurz kommen darf – gleich viel mehr Spaß.
D. Horstmann


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